57. Barcolana 2025 – ein Fest der Superlative

LA REGATA PIÙ GRANDE DEL MONDO TRIESTE 1 - 12 OTTOBRE 2025

Boot: Elan 354 Impression "Orange AS"
Crew: Skipperin: Maria N., Veronika, Birgit, Elfi, Babsi H., Monika, Carola, Dagi
Revier: Triest und Izola

Gleich 4 wunderbare Rückmeldungen und eine Galerie gibt es beim Weiterlesen :-))) 

Danke von Carola,  eine Komposition von Elfi, ein Erlebnisbericht von Birgit und das Resümee und Ergenbnisse von Veronika. Ein Fest der Superlative.   

Hier die Galerie mit Impressionen:

 

        

 

Vor einigen Jahren habe ich die Barcolana als Zuschauerin erlebt. Seither dachte ich jedes Jahr Anfang Oktober, da wäre ich gerne einmal dabei! Heuer hat sich mein Traum erfüllt, ich durfte mit einer in  jeder Hinsicht hervorragenden Damencrew an der Barcolana teilnehmen. Die Tage davor und die Regatta selbst waren ein absolutes Highlight in diesem Jahr. Danke euch allen dafür, danke Veronika für die Motivation!
Ganz liebe Grüße, Carola

 

 
Köchelverzeichnis 57-12-10-2025
Bühnenbild: Triest und Umgebung, Miramare, Izola, Piran
Choreographie: Petrus, Neptun, Auster und Aquillo 
Inszenierung: Ital. Segelklub Societa Velica die Barcola e Grignano, Triest
 
Am Dirigentinnenpult: Maria N.
Erste Geige: Veronika S.
Erste Vokalistin: Babsi H.
Das hochmotivierte Orchester bestehend aus:
Kontrabass: Carola R.
Klavier: Birgit P.
Klarinette: Monika M.
Saxophon: Dagmar L.
Querflöte: Elfi A.
 
Ouvertüre > Die Tage vor dem 12.10.25
06.10.25 - Anreise der ersten vier Seglerinnen und fast sofortiger Beginn der Proben = Training, Training, Training > unter der virtuosen Leitung von Maria und mit tatkräftiger Unterstützung von Veronika. Für das noch unvollständige Orchester gaben Birgit und Elfi ihr Bestes.
 
Probenbeginn > Boot kennenlernen, Anlege- und Ablegemanöver festigen, Muringleinen sowie Heck- und Bugleinen checken, vergnügliches Kennenlernen und Austausch von lustigen Segelerlebnissen, üben des Manöverschlucks, bei Niedrigwasser und auf allen Vieren elegant die Passarella hochklettern, Kochrezepte im real-life-Verfahren anwenden, Wassertanks orten und füllen, mehrfacher Test des Korkenziehers, Segelkarten und Anleitungen der Uraufführung studieren, Bananenkontingent täglich prüfen, bei Neigung zur Körperpflege, Dusch-, und WC-Karte nicht vergessen, erste taktische Überlegungen erörtern und festhalten . . .
 
1. Akt – Alles zwischen 07.- 09.10.25 > Perfektionierung aller mittlerweile wieder erlernten Kommandos, Manöver, Griffe und Zwischengriffe – und das auf hoher See!!! Bei Null Wind! Wir hatten auch keinen „wahren Wind“!
Jeden Tag Sonne, immer herrliches Wetter, echt coole Sonnenuntergänge - hier wurde von jeder Seglerin der höchste Einsatz und die höchste Präzision abverlangt – und abgeliefert! Auch die Proben mit dem Korkenzieher wurde lückenlos fortgesetzt! Man weiß ja nie!
 
Unsere exklusive BWWC-Startnummer 478 wird aufgeklebt  . . . große Vorfreude und Aufbruchsstimmung sowie erste, kleine Nervositäten treten auf. Auch Gedanken wie: „Wie fühlt es sich an, am Siegertreppchen zu stehen? Wie oft muss man wohl den irre wichtigen und schönsten Pokal der Welt abstauben? Hoffentlich sitzt meine Frisur?“ werden anstelle des Abendgebets angestellt.
 
Zweiter Akt - 09.10.25 > Jubel, das BWWC-Segel-Orchester ist vollständig!!!
An Bord kommen und sehr willkommen sind: Babsi in Hochstimmung und mit kräftiger, unverkennbarer Stimme, Monika mit neuer, gut gestimmter Klarinette, Dagmar hat das silberne Saxophon im Schlepptau und Carola hat es sich nicht nehmen lassen, den Kontrabass neu zu bespannen. Birgit und Elfi, Klavier und Querflöte, sind bereits gut eingespielt und Veronika, unsere erste Geige, hat zwar noch Probleme mit dem neuen Kolophonium, gibt sich jedoch zuversichtlich und unterstützt den Lösungsansatz durch Einhaltung ihrer regulären Mahlzeiten. Monika beherrscht die Partitur und überblickt lückenlos alle Takteinsätze.
 
1. Szene > Anlegen im alten Hafen, Landgang in Triest
Wir liegen am Paket – hervorragendes An,- und Ablegemanöver inkl. super netten Bootsnachbarn. 
Und dann, ein Abend in Triest, was gibt es Schöneres und Besseres!
Ausgelassene Stimmung, fröhliche und freundliche Menschen, wie immer leckeren Espresso und viele hervorstechende und beeindruckende Boote aus aller Welt.
Die Stadt in Event-Vorbereitung, wir auch!!!
 
2. Szene > Generalprobe > Samstag 11.10.2025 
Letztes super lustiges Training und strategische Überlegungen zw. optimalen Takteinsatz und Einsatz des Boots-Orchesters betreffend Startlinie und Siegerpodest.
 
Und dann - ein herrliches Ballett der großen Segelboote wie der Arca und der Prosecco, Motorboote voller Interessierter, Paparazzi und Bootskennern, Menschen mit meterlangen Teleobjektiven, farbige, bunte und kunstvoll gestaltete Segel, schnittige und bemüht schnittige Boote, verhalten aber graziös vorgeführte Wendemanöver und wir, ein Teil des Ganzen! Genial!
 
3. Szene > Samstag Abend in Triest!
Die Stadt, ihre Bewohner, Gäste und Barcolana-TeilnehmerInnen, in bester Feierlaune!
Überall im Hafen Musik, Videoprojektionen, Verkaufsstände, unzählige VIP-Bereiche vor den großen Segelbooten mit nobel gekleideten Frauen und stolzierenden Männern, Gelächter, Umarmungen  . . . und unzählige, umwerfende, herrliche Designer-Boote!
Eine tolle Einstimmung für den nächsten Tag!
Abschließend die letzte Herausforderung im alten, schlecht beleuchteten Hafen, das richtige = unser Boot finden und hinkommen . . .
 
Finale - Sonntag, 12.10.25
Endlich! Der Tag der Tage beginnt! Ein letzter Espresso, abgerundet mit leckeren Croissants von Babsi. Wir sind bereit!
Alles an Bord wird aufgeräumt, weggeräumt, eingestellt und gecheckt, inkl. Prüfung des  Bananenkontingents. Am Gewichtstrimm wurde am Vorabend und in den Tagen davor intensiv gearbeitet, das passt!
Es ist sonnig, der Wind aber launisch, dreht und wälzt sich faul herum.
 
08:30 - Unsere Bootsnachbarn legen ab, wir auch. Jetzt gibt es kein Zurück mehr!
10:30 > Die Startlinie ist erreicht, das Bordradar zeigt einen roten Strich! Das ist sie also, die magische Linie zwischen Schloss Miramare und dem Leuchtturm Faro della Vittoria.
Der tiefe, wummernde Donnerschlag der Startkanone ist über den gesamten Golf zu hören – es geht los!
 
Alle zuerst breit aufgestellten Boote drehen blitzschnell die Nase in den Wind, trimmen die Segel und streben in südliche Richtung. Die Bootsformation verjüngt sich zunehmend zu einem Delta, alle haben die erste Boje im Visier. Die Boote rings herum entwickeln einen unsichtbaren aber spürbaren Gleichzeitigkeitssog, es gilt die 13 Meilen zu schaffen. 
 
Man wird sofort mitgerissen von der intensiven Energie der Bewegung auf etwas zu - und wir selbst sind auf dem Weg dorthin. Tief empfundene Freude macht sich breit „Wir sind mit dabei“, Lebenslust pur!
Die Frauenpower der „BWWC-Super 8 Formation“ treibt unser Boot voran, wir segeln so gut es geht, (hart) am Wind und unter Aufbietung aller taktischen, technischen und menschlich emotionalen Raffinessen. 
 
Und doch gilt es auch manchmal inne zu halten, genauer hinzusehen.
Man ist gebannt und fasziniert vom Schauspiel des Tanzes der Boote am Meer, der Rufe und Gesten der Skipper und deren Mannschaft, der Eleganz und Leichtigkeit eines Massenstarts so vieler Boote, der ansteckende Vorwärtsenergie des Wettrennens um die erste Boje zu umsegeln und in Summe einen guten Platz zu erreichen. 
Man sieht, wie „die Arca“ und „die Prosecco“ von einem Schwarm motorisierter Paparazzibooten gegängelt werden und denkt unwillkürlich an einen Walfisch in Begleitung von Putzerfischen. Film und Funk versuchen zudem in überfüllten und wichtig wirkenden Schnellbooten und mehreren Hubschraubern spektakuläre Aufnahmen aller Art zu ergattern, ein zauberhaftes Intermezzo ! 
 
 
Aqua! Aqua!!! AAAAQUUAAAA = Übersetzt/Ausdruck für „Platz da, hier komme ich!“
Rund um die Boje hektische Ausweich-, und Wendemanöver, fast Bootsberührungen, blitzende Sonnenbrillen, gestikulierende Raumverteidigungen, flatternde Segel, händeringende Verlierer einer angestrebten Vorfahrt, besonnen lächelnde Skipper – die erste Boje wird umsegelt! 
 
Und wir, auf engstem Raum, haben die beste Superwende aller Zeiten hingelegt.
Maria, Veronika und Babsi in Hochform – und unter Mitwirkung der Crew wurde jegliche potentielle Gefahr für Boot und Mannschaft cool und professionell abgewendet! 
 
Ab dann gehtś im Boots-Gänsemarsch und gleich den Elevinnen in Schwanensee und locker hintereinander aufgereiht zur zweiten Boje!
 
Der eh schon faule Wind schläft jetzt völlig ein, die geheimen Reserven an Bord werden mobilisiert. Es wird gefiert, geluvt und getrimmt wo es nur geht.
Straffere Segel als unsere sind kaum auszumachen. Man könnte sogar eine Kuh-Wende machen, aber . . .
Gewichte werden präzise dort adjustiert wo sie hin müssen, das WC wird nur wenn das Segel auf Steuerbord steht, aufgesucht, Einschulungen, wie man das Segel in den Wind drückt, machen die Runde. Wir geben einfach alles!!!
Die netten, freundlichen Weggefährten werden zu winkenden Nachbarn und dann zu „vor-uns-Segler“. Die Welt ist schlecht! 
 
Die zweite Boje kommt in Sicht. Auch hier, leichtes Gedränge aber keine Hektik mehr, die Boote liegen weit auseinander. Aqua rufen nur noch jene, die Durst haben.
 
Man munkelt über Funk, die Arca wäre bereits im Ziel . . . lächerlich, nach 1,5 Stunden kann man doch nicht schon . . . ha, wer gibt schon was auf Gerüchte . . . 
 
Wir versuchen schnelle Fahrt aufzunehmen – die italienischen Windgötter, Auster und Aquilo sehen das anders, stellen jegliche Arbeit ein – Domenica! Basta!
 
Nach insesamt 4 Stunden meint Birgit, die dritte Boje zu sehen. Nach 10 Minuten können das auch andere bestätigen. Also nix wie dort hin.
Der Zieleinlauf der Arca nach 1,5 Stunden wurde mittlerweile definitiv bestätigt  . . . 
 
Im Abstand von ca. 50 Meter Sichtweite passieren wir die dritte Boje.
Es ist gegen 17:00 und die Zielboje ist vor uns, wenngleich nicht direkt!
 
Wenn Wind einschläft, dann aber auch wirklich! Er ist nicht existent! Gar nicht! Niente!
Und wir? WIR LEIDEN!!! Es geht nichts weiter! 
Wir dümpeln herum, das Boot bewegt sich hin und her, also vor und zurück!
Die letzten Anstrengungen werden unternommen, um vom Fleck zu kommen.
Nichts zu machen!
Petrus strahlt vom Himmel, Neptun ist andernorts beschäftigt, die ital. Windgötter schlafen – typisches Badewetter – aber doch nichts zum SEGELN!!!
Der Großteil der Segelboote scheint bereits im Ziel zu sein, einige kommen uns bereits entgegen und segeln Richtung Heimathafen. Aber, können wir diesen Beobachtungen trauen? Rund um uns sind noch eine Menge Boote welche . . .
 
Wummmmm! 
Der heftige Donnerschlag um 17:30 über der Bucht von Triest signalisiert das Ende des Wettkampfes, erlöst und erlaubt uns die Segel zu streichen, den Motor einzuschalten, den letzten Prosecco zu genießen und gemütlich nach Triest zu fahren.
Nach 7 Stunden konnte die vierte Boje, respektive die Zielboje, nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit erreicht werden. Ein herausragendes Ergebnis!
 
Das blitzblaue Meer, das Event Barcolana mit Musik und guter Laune, wir als österreichisches Frauenteam, die Stadt Triest mit ihren Facetten, das Schaukeln unseres Bootes, das tolle Wetter, die vielen Begegnungen, die farbigen und unterschiedlichen Boote, die aufgeschlossenen ItalienerInnen, die Windstille:-))) - vielfältige und flirrende Eindrücke. Und alles ohne echten Zieleinlauf. Unfassbar, oder?!
 
 
Schlussendlich bin ich der Überzeugung, dass der Sonnenuntergang am Ende der Barcolana nur deshalb so üppig, tiefrot und tröstlich ausgefallen ist.
 
Ein wahrlich konzertantes „Grande Furioso“!
 
Ciao e Grazie, Eli Aigner
 
 
Letzte Quertöne und mein kämpferisches Resümee: 
Der BWWC sollte IMMER an der größten Segelregatta der Welt (!) der Barcolana teilnehmen. Nicht nur weil „Frauen am Ruder“  immer noch deutlich in der Minderheit sind, sondern weil wir als Verein ein deutliches Zeichen für diesen extrem interessanten und erfüllenden Frauensport setzen müssen – so klein er auch erscheinen mag. 
Meine Parole für 2026: „Aufgegeben wird ein Brief, unser Ziel, die vierte Boje der Bacolana, niemals“!!!
Starten wir nächstes Jahr wieder? Was meint ihr?
 
P.S. man verzeihe mir meine ggf. unfachlichen Benennungen. Besserung ist in Sicht :-)
 
 
 
 

Wenn im Oktober das Meer sich mit hunderten Segeln schmückt und der Golf von Triest zur Bühne wird, beginnt ein einzigartiges Schauspiel: die Barcolana – die größte Segelregatta der Welt. Ein Meer aus weißen und bunten Segeltüchern, ein Tanz der Boote, ein lebendiges Versprechen: Wir sind viele, und wir können gemeinsam fahren, ohne zu kollidieren.

Inmitten dieser Szenerie bin ich auf einem Segelboot in einer Damencrew vom BWWC Blue Water Womens Challenge - Frauensegelverein. Die Sonne wärmt mein Gesicht, der Wind wirbelt meine Haare. Um uns das offene Meer, in mir ein Gefühl von Weite, Freiheit und Frieden. Nicht nur äußerlich, sondern tief in meinem Inneren breitet sich Ruhe aus – getragen von der Bewegung des Windes und dem Rhythmus der Wellen.

Segeln lehrt uns, dem Wind zuzuhören. Ihn nicht zu bezwingen, sondern mit ihm zu kooperieren. Frieden ist wie dieser Wind – unsichtbar, kraftvoll, wandelbar. Wer ihn erzwingen will, scheitert. Wer ihn versteht, findet Richtung. Auf einem Boot zählt nicht das Ich, sondern das Wir. Jeder Griff, jeder Ruf, jede Bewegung ist Teil eines größeren Ganzen. Ebenso der Frieden: Er entsteht nicht im Alleingang, sondern im Einklang – zwischen Menschen, Kulturen und Perspektiven.

Die Barcolana ist weit mehr als eine sportliche Veranstaltung. Sie ist ein soziales Phänomen, ein Fest der Freude, der Liebe zum Segeln und der Begeisterung für das Meer. Profis und Amateure, Jung und Alt, paralympische Athlet_innen – sie alle eint die Leidenschaft für das Segeln und das Wasser.

Triest verwandelt sich zehn Tage lang in ein pulsierendes Mosaik aus Veranstaltungen, Kulturen und Völkern. Die Stadt lebt Vielfalt als Stärke. Boote verschiedenster Größe und Herkunft teilen sich das Meer, achten aufeinander, folgen dem Wind, halten Kurs – oder ändern ihn, wenn es sinnvoll oder nötig ist.

Dieses Bild wirkt wie ein Gegenentwurf zur jahrzehntelangen Gewalt zwischen Israel und Palästina, insbesondere im Gazastreifen. Doch auch dort ist nun ein sanfter Hauch spürbar, eine Brise des Friedens frischt auf. Ein Fenster öffnet sich - einer ersten Phase eines Friedensplans wurde zugestimmt: Geiseln sollen freikommen, Truppen sich zurückziehen, humanitäre Hilfe Gaza erreichen. Es ist ein zarter Anfang – wie das Setzen eines Segels bei unsicherem Wind.

Auch hier ist Geduld gefragt. Die Verhandlungen sind komplex, das Vertrauen brüchig. Doch wie bei der Barcolana, wo Boote sich durch Koordination und gegenseitige Achtung bewegen, braucht auch der Frieden in Gaza eine gemeinsame Linie, ein Ziel.

Die Barcolana ist ein Bild davon, wie Freiheit und Verantwortung einander nicht ausschließen, sondern ergänzen. Und wie wir – wenn wir wirklich wollen – gemeinsam aufbrechen können, in Richtung eines friedlichen Horizonts. Vielleicht ist jetzt endlich die Zeit gekommen, dass auch die Konfliktparteien im Nahen Osten lernen, gemeinsam zu segeln – nicht gegeneinander, sondern mit dem Wind der Menschlichkeit.

#barcolana #segelliebe #friedenistmöglich

 
Lieben Gruß Birgit
 
 

57.Barcolana 2025 und die 10.te für mich

Diese Regatta hat offensichtlich Suchtpotential, meine erste Teilnahme war 1998 bei der 30.ten und seither bei jeder Gelegenheit wieder. Und ich durfte immer Leichtwind bis Flaute genießen oder erleiden, wie auch bei der 57. am 12. Oktober (immer am 2. Sonntag im Oktober). Von nicht mal bis zur 1. oder 2. Boje  bis verkürzte Bahn bei Miramare war alles dabei, aber so lange, 7 Stunden und nur ca. 300 m vor dem Ziel vor dem Hafen von Triest, hab ich es noch nie geschafft – also persönlicher Rekord.

Da der erste Racer, die ARCA nach 1 Stunde 43 Min. im Ziel war, kann die Bahn (von 13 SM) nicht mehr verkürzt werden und es gibt jetzt auch eine Wertung bei der 3. (wir!) und der 2. Boje, somit kamen von 1865 Startern (Rekordanzahl) 1295 in die Gesamtwertung (Racer und Cruiser) aller 16 Klassen – von METEOR bis MEGA Y.(Einteilung nach Wasserlinienlänge), wir auf Platz 1111,  Bei 871 in der Cruiserwertung über alle Klassen 736.te. In unserer Klasse IV waren wir von 204 gewerteten 180., bei den Cruisern 138. von 158. Alle Ergebnisse nachzulesen auf Barcolana results!  

Ich finde das ist für unsere großteils Regattaneulinge-Crew ein tolles Ergebnis, es waren ja auch noch 570 nicht gewertete Boote hinter uns! Und wer möchte auch mal dabei sein? Das ist eine Regatta, bei der jedes Jahr eine BWWC Crew vertreten sein könnte? Und was sich an Land und im Wasser eine ganze  Woche lang sonst noch abspielt ist einzigartig!
GLG Veronika