Segeltörn: Tag Marina di Stabia (~30 km südlich von Neapel) – Marina di Stabia (Insel Procida) – Procida – Ischia (St. Angelo) – Capri – Amalfi – Positano (Sorrent) – Marina di Stabia
Galerie:
Bericht:
Wir hatten eine Sun Odyssey 41 BJ 2021 – via Pitter Jachtcharter – gemietet. Nur zu 2t mein Mann und ich haben uns einen langjährigen Wunsch erfüllt und so meinen 50igsten Geburtstag, 20igsten Hochzeitstag nachträglich gefeiert.
Die Marina die Stabia ist äußerst gepflegt und das die Basis bei Pitter bestens gemanagt – sehr freundliches Personal. Ein Plus, dass mit dem Auto (oder Taxi bei Fluganreise) direkt zum Boot fahren kann, weil es eine großzügige befahrbare Mole gibt. Das erspart „Wagerlsuche“ und schweißtreibende Aktionen mit Gepäck und Einkauf. Marina die Stabia liegt de facto neben Pompej und daher ist auch eine Besichtigung hier noch gut einzuplanen – das Hinterland allerdings ist ähnlich wie Pompej ziemlich verfallen, weil div. Industrieleichen den Weg säumen; aber das ist beim Anblick des Vesuvs und des Meeres schnell ausgeblendet.
Generell bin ich von der Freundlichkeit aller Marinaios auf dem gesamten Törn sehr begeistert gewesen, einfaches System – weil zumeist 2 Mitarbeiter mit einem Schlauchboot die Segelcrew empfangen – der Liegeplatz wird gezeigt, indem das Schlauchboot einfach in die Lücke fährt den 2ten MA aussteigen läßt und der gleich mit den Leinen hilft. Der 2te dann bei Bedarf auch noch mit dem Bug hilft oä, wenn es sehr windig sein sollte etc. – bei nur 2 Personen an Bord (mein Mann und ich sind aber beide Skipper FB2) ist das trotzdem schon sehr entspannend.
Emfpehlenswert ist Procida und Ischia insbesondere der westlich gelegenene Ort St. Angelo – buntes, sehr gepflegtes Inseltreiben. Grossartige Küche und tolle Ess- und Tischkultur sind für mich als Italienfan immer wieder eine Freude! Es ist die Region alles andere als preiswert, aber das Preis/Leistungsverhältnis passt soweit noch gut.
Capri ist landschaftlich wunderschön und die beeindruckenden Fagiolini Felsen an der Südspitze sind ein Muss – sonst definitv ein „gutes“ Beispiel für extremen Übertoursimus sogar in der sog. Nebensaison. Der Campari Spritz um 34 € ist ein „High-Light“ die Show rundherum und die vielen guten „Spuntini“ die dazugereicht werden sind aber auch unvergesslich!
Grosses Hafenkino wird in Amalfi geboten – der dortige Marinaio ist bekannt dafür, dass er gerne Segeljachten entert und zur Verblüffung der Crew eigenhändig anlegt. Eine Show die Mann/Frau sich nicht entgehen lassen sollte. Genauso ist es – das Boot wird regelrecht gekapert und im Handumdrehen in Sekunden in der kleinsten Lücke festgemacht – das muss man erlebt haben!
Positano hat uns von den Küstenorten am besten gefallen, weil es aufgrund des Badestrandes und der etwas weitläufigeren Hinterlandes sich die Touristenmassen doch besser verteilen.
Mit dem Segelwetter hatten wir generell Glück meist frischt der Wind am Nachmittag auf – unser BaseManager in der Marina Stabia sagte – wir haben immer 12-15 Knoten von 13-18.00h (thermischer Wind – Landmasse wärmt sich auf usw.) – so in etwa war es auch und böigere Windverhältnisse hatten wir gegen Ende der Woche mit knapp 25 Knoten und da baut sich die Welle am doch offenen Meer recht rasch auf – also eine gewisse Übung sollte man schon haben.
Jedenfalls eine absolute Empfehlung für dieses Segelgebiet und der Eindruck in der Nähe eines Vulkans (Vesuv) auszulaufen – das hat schon etwas.
LG Ingrid



